konzerte

Mittwoch, 5. Oktober 2005

hallo herr kaizer

die zeiten sind widrige, genau wie die sonstigen umstände. beim täglichen, kurzen blick bestätigen sich sowohl klischees gegenüber dem politischen alltag als auch langeweile und irgendwie bedingen sich die beiden sowieso ständig, oder sehe nur ich das so?

ich brauche konstanten, das ist mir selbst schon länger klar. das larifari-self-filling-timetable-living-life ist keines mehr für mich. so fühlt es sich jedenfalls an. vielleicht bin ich auch nur dumm. nein, eher naiv oder sonstirgendwas einfältiges.

was hat ein verlierer wenn er nicht mal mehr verliert? poltert gerade aus meinen boxen. und dann ist sie wieder da, diese konstante. diese ist in den letzten paar monaten zu einer immer wichtigeren geworden. wichtiger als zuvor, weil kraft gebend. okay, das hört sich jetzt wirklich naiv an. aber dieser gedanke ist drei zeilen später eh wieder vergessen.

kaizers11

apropos vergessen: sie weigern sich wegzugehen, die erinnerungen an die kaizers, die mir immer noch nachhängen. wenn man im nachhinein revue passieren lässt, dann bleiben in der regel entweder fetzen und kleinigkeiten oder aber das große ganze hängen. selten - zumindest wenn man oft zu konzerten rennt, und das rennen darf in dem zusammenhang ruhig benutzt werden! - jedenfalls selten bleibt richtig viel kleben. und genau diese tage sind dann die, von denen man noch längere zeit schwärmen wird. jetzt verstehe ich also endlich auch die exstatischen berichte, die funkelnden augen und die euphorische gestik von kaizers-konzertgängern. label me ignorant, aber ich hatte das bisher alles als übertriebenes getue abgetan. und dann, nach knapp 80 minuten konzert steht man in der ecke, strahlt wie das totzitierte honigkuchenpferd und sehnt innerlich nach dem finale, weil ab hier kann es konditions- und damit auch stimmungsmäßig nur noch schlechter werden.

rückblende.

schon gegen mittag war der stress perfekt: man wacht um 13 uhr auf, torkelt richtung computer, realisiert die vorverlegung des interview-termins um zwei stunden und kommt direkt mit der hektik ins gehege. mikrofon. zeitplan. organisation. adieu.
dann greift man zum telefon und beginnt zu wählen, zu fragen, einen neuen zeitplan zu erstellen. am ende sollte es plan g werden. na prima!

janove entpuppt sich als nur-teils-zu-begeisternder gesprächspartner, der etwas kurzatmig antwortet und sowieso müde scheint. nett, freundlich, aber professionell. ich hatte ihn mir etwas weniger abgeklärt vorgestellt, aber vielleicht ist das ein teil der über jahre aufgebauten bühnen-arroganz, die in das "normale leben" überschwappt. anyway, man lernt nach zwei jahren auch mit solchen interviews umzugehen, obwohl es ja etwas besonderes und außerordentlich gigantisch großes werden sollte.

der rest ist pendeln. von der rechten auf die linke rheinseite, wochenend-einkäufe in den kühlschrank einladen und für fritz - der kaizers-busfahrer - eine packung schmerzmittel eines ingelheimers arzneimittelunternehmens organisieren. der rest ist pendeln. von der linken auf die rechte rheinseite. on the point sozusagen, wenn man sich daran gewöhnt hat, den vorgruppen nicht mehr all zu sehr nachzuweinen. im falle von geoff berner war das dann doch wieder ein fehler, wenn ich da auf das support-loblied meines kollegens pascal bauen darf. solider quetschkommodenfolk mit spaßigen zwischenmoderationen, der einige sogar zum tanzen bringt (brachte, gebracht hat). wie das eben so ist...

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da pünktlichkeit aber dennoch oberstes gebot ist stehen wir dann eben auch pünktlich zu konzertbeginn schön mittig neben dem notausgang. die tür schließt nicht richtig und deswegen kann man hier eigentlich immer am besten atmen. der schweißgeruch ist auch jetzt schon unerträglich und als dann die kaizers die bühne betreten, ergießt sich ein wahres meer aus schweiß(-geruch) aus den umstehenden achseln. hieße ich grenouille, ich könnte kotzen. was aber ab da passiert, das hätte ich mir nicht vorgestellt. ein wahnwitziges knäuel aus menschen unterschiedlichster sozialer, popkultureller als auch altersklassen bildet sich, liest von lippen und singt so gut es eben geht auf fantasie-norwegisch mit. dazwischen immer wieder nette kleine erkundigungen von janove, ob es dem publikum denn gut ginge denn einem selbst ginge es unglaublich, ob man vielleicht die hände mal so bzw. so halten könne, ob man ihn vielleicht kurz auf eben diesen durch den raum tragen wolle und wie es schön es doch sei wieder hier in den niederlanden zu....... buuuh. da reissen gerade die alten fussball- und autobahn-traumata wieder auf und die deutsch-holländische freundschaft scheint weiter entfernt als je zuvor (an diesem abend). solche situationen lassen sich dann schnell durch den tourstress auflockern, aber der fettnapf wurde jetzt natürlich gefunden.

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es ist schwer zu beschreiben, wie fesselnd diese sechs herren auf der bühne sind. es gibt da diese besondere spannung, dieser berühmte funke der überspringt und ein feuer in den leuten entzündet. es ist nicht so ganz klar, wer hier wen aufpeitscht: kaizers die menge oder doch eher umgekehrt. eine gute band fällt und steht mit dem publikum und wenn am samstag jemand gefallen ist, dann höchstens in ohnmacht und wegen der brütendenen hitze im gebäude 9. im nachhinein kann ich mir auch erklären, warum organist helge ein konzert dieses kaliber mit gasmaske übesteht. erstens ist sie zu 90 prozent der zeit gar nicht auf seinem kopf, zweitens ist er ein verdammt eiskalter typ. ich weiß nicht, wie man es schafft in einer band eine solche fassade aus abgebrühtheit und coolness aufrecht zu halten, aber über die 80 minuten ging das hervorragend.

kaizers41

habe ich schon von wasserflaschen im publikum erzählt? oder von dem handtuch-luft-fächern? vielleicht was von dem ca. 5-minütigen chor aus dem publikum, der mich wie nichts anderes an ein turbonegro-konzert erinnert hat. okay, keine geschmickten turbojünger an diesem abend, aber die leidenschaft ist die gleiche.

und leidenschaft, das ist meine konstante.

Mittwoch, 6. Juli 2005

tod von oben neunzehnhundertneunundsiebzig

fottegrafie irgendwo im internetz gefunden

ja, hier, das war gestern ein abend, jungejunge. "warten" auf ein konzert, so ein bisschen ted leo-style, nur ein bisschen brutaler eben. death from above 1979 und urlaub in polen, das ganze als präsentation und mit ordentlich vorschusslorbeeren.

aufschlag im underground um halb sieben, nach ansage von eddy aber doch zu spät. eddy ist lustig. er ist der "hausmeister" aka haustechniker aka mädchen für alles aka gute seele. vordergründig engländer mit grauen haaren, grauen augenbrauchen, grauem bart, britisch-dialektischen (?) deutsch und spaß an der ganzen sache. schnell eine leiter klar gemacht, mit hilfe von eric hochgeklettert, banner angebracht und gedacht, "naja, wenn ich jetzt die 2 1/2 meter falle, dann wenigstens passend zum abend...".

draußen füllen sich der biergarten, mein magen mit bier und urlaub in polen mit jägermeister. gute vorzeichen, halb trier angereist, saarland auch und köln sowieso. high- und small-talk an allen kanten, dazu ein steigender endorphinspiegel. kurz darauf startet georg brenner die turbinen für den urlaub in polen, phillip bringt sein schlagzeug auf betriebstemperatur und das publkum in einem mit. uip, ich finde euch super! mitschnitt wohl leider nur in mono, hört sich ziemlich schwach an. fehlen die zornigen bässe, der krach, die wut und der ganze rest der auf der bühne so satt geklungen hat. schade, sag ich nur.

dann was später, die zwei typen aus kanada, death from above 1979: meiomei, was die aus ihren geräten rausholen ist kaum zu toppen. der bass jault wie eine geprügelte katze, graigner drischt auf sein drumset ein und lässt einen see aus schweißperlen auf seinem rücken zusammenfließen. keeler haut ab und an auch mal auf sein keyboard drauf, lässt sich gut gehen und beim haare schütteln bekommt auch die erste reihe eine satte ladung körpersaft aka schweiß ab. gut 45 minuten berserkern diese jungs da, spielen ihre songs zwar etwas flotter als auf pladde, aber das ist da ziemlich egal. tempo zieht, auch vor der bühne. sanftes rumgestoße, weniger pogo. eigentlich gar kein pogo, aber rumgestoße eben. aber großartig auch, eben. das absolute fantum. fanboy war ich gestern abend.

wenn sie die chance haben, gehen sie hin. diese zwei typen, die blasen die lichter aus!

Dienstag, 21. Juni 2005

gods are hot(s)

zum anfang folgt wie gewohnt die kleine klage über die arbeitsreiche zeit zuvor, wieder 36 stunden nonstop auf den beinen, wieder riesenstimmung auf dem weg zum konzert. es ist aber alles egal, denn die melvins waren wichtiger. ok, ich bin kein großer melvins- bzw. fantomas-kenner und das will ich auch nicht so erscheinen lassen. aber rocknrollhistory sind die alle, am meisten wahrschienlich aber jello biafra von den kennedys und alleine deswegen will ich fanmäßig drauf sein. der tag drückte aber schon seit 8 uhr morgens. und auch um 21 uhr waren es noch gefühlte 30°C, von der hitze in der live music hall will ich gar nicht erst reden. es ist unglaublich, was für eine luft diese halle im gefüllten zustand produziert.

und dann steht ein mike patton auf der bühne, der mit fantômas derart hart in die kerbe schlägt, dass man sich ernsthaft fragen muss, wie lange der für die einübung dieser wahnsinnigen stimmakrobatik gebraucht hat. links von ihm steht ein schlagzeug, das mehr an eine mischung aus guillotine, affenkäfig und metallwarengeschäft aussieht. ungefähr 20 becken, snares, hihats, et al. wahnsinn! nach 4 songs muss ich schon wieder vor die tür, die luft wird unerträglich.

diese mischung aus süßlichen und säuerlichen schweißnuancen, nach alkohol und rauch, nach schwenefilet und joghurtdressing bringt mich an die belastungsgrenze, das erste bier wird auch nur nippenderweise zur kenntnis genommen (und schal ist es dann auch irgendwann). draußen treffe ich johan, wir klopfen schultern für die gute arbeit auf dem musikfarbentreffen des vergangenen samstags und des zukünftigen programms.

dann ist pause und der mob drängt sich nach draußen. die euphorie sieht man in einer großen wolke aus der einen ausgangstür herausqualmen, wahrscheinlich kondensiert sie bald wieder, damit die leute bei jello biafra und den melvins noch stehen können. die zeit ist somit günstig und wir relativ bald in reihe 9 vor der bühne. um uns rum wird es dann auch schnell voller. die altersunterschiede an diesem abend sind solch krasse, dass auch die verhaltensweisen der leute nicht weiter auffallen. da gibt es vom langhaarigen pfeifen-kiffer bis zum glatzrasierten tatoo-opfer alles. nicht weiter schlimm.

als die melvins die bühne betreten gehen die leute steil, kurz darauf folgt biafra. älter geworden ist er sichtlich, wohlstandsspeck um die hüften hat er bekommen und die gestik ist zwar eindeutig seine, wirkt aber doch etwas ungeübt und eingerostet. für maximal einen song lang. dann geht er genau so steil wie wir alle, springt mit hochrotem kopf auf der bühne herum, macht politische ansagen auf frieden auf schröder und co, absagen auf die usa und merkel und springt letztendlich mit seinen x-jahren punkerfahrung ins publikum. auf der bühne zurück merkt er dann schließlich auch, dass sein hosenstall schon seit konzertbeginn offen steht, schließt ihn und gut is...

buzz osborne regiert alleine schon wegen den tingeltangelbob-haaren, dale crover hinter dem schlagzeug trägt sexy hot pants am schwabbelarsch und kevin rutamanis sieht in seinem grandma-blümchen-nachthemd unglaublich punkrock aus. die zeit geht zu schnell um, die qualität der luft dafür um so schneller, deshalb heißt es ab song nr. 8 auch wieder rückweg richtung ausgang antreten. schade, dass fast nur neue stücke gespielt wurden. oder kaum kennedys-songs. bis auf "holiday in cambodia" und das klingt dann auch noch wie früher (denn biafra hat das singen bei weitem nicht verlernt).

würdiger abend, höllenhitze, guter schlaf im anschluss.

>> fantômas - investigation of a citizen above suspiction [mp3-file/3,7 mb]
>> jello biafra & the melvins - [mp3-file/6,7 mb]
>> jello biafra & the melvins - [mp3-file/6,3 mb]
>> dead kennedys - holiday in cambodia [mp3-file/3,5 mb]

Sonntag, 5. Juni 2005

und dann schlägt dein herz (extreme gekürzte fassung)

es ist einfach deprimierend, 20 minuten an einem text zu schreiben und diesen dann mit einem mausklick für immer verloren gehen zu lassen. gratulation liebes internet, das bist du jetzt selber schuld. dann gibt es eben doch nur bilder.
liebe mercredis, es war mir ein fest!

backstage aka mensa-speisesaal und die herren d. und p. mit steigender betriebstemperatur

die mercredis (not yet) on stage und das publikum dezent distanziert front stage...

man kniet sich voll rein. herr sportraucher (jeweils richtung mittig) ab und an mit hiphop-style

... oder mit gitarre...

herr shhh in ober- und unterkörperperspektive

und anschließend muss dann das gemüt gekühlt werden.

mit einem kühlen bier, vlleicht...

Freitag, 27. Mai 2005

ein versuch

after a quiet chilled day planning the show i arrived at the studio on around quarter to six (which might be a bit late if the show kicks off at 6 pm, but that's something completely different). arndt & ingo were joking around and pretended being busy (and sweaty, but that's someting completely different when the sun shines like hell). after having taken care of my cds i started the show, smoked some cigarettes, had two becks and finished right on time. it somehow pays off writimg down your moderation. i only should keep in mind, that it might be better reading it for a couple of times. that might have prevented me from stumbling about this one line during the m83-presentation causing a nearly 10 second gap. bollocks!

i walked down zülpicher straße towards luxemburger and at this point of the year streets in cologne are filled with people; everybody's trying to catch the first warm rays of light. the problem with this p.o.t.y. is, that there are far too many men presenting their white skin in the sun, wearing nothing else than purple (or any other colour of your disgust) slips. believe me: there is nothing worse than seing a man in hie 40s, scratching the balls packed in his purple slip!

"gimme a t-shirt with andreas baader on it"

after arriving at the rose club, i met olli in front of the door. he was wearing a white shirt with the image of a stormtrooper's helmet (a pink one) on it. that somehow made it obvious to me, why he was on that star wars feature last time...
after a short chat i decided to go inside. who's that guy? ah, ok: it's ebbot lundbergat, singer of the incredible the soundtrack of our lives who was doing some club-hopping (they were playing just across the road).
inside rose club chikinki were just starting with their last song. i thought it might be a good idea to move more to the front of the stage because i was interested, how big the stage in fact was. it turned out to be a tiny something of a stage, leaving that "five piece electrobeat band" (self-description on their homepage) just enough space to move a bit to the sides. actually, they would have had plenty of room, if they would have stepped one foot towards the audience: the circle around the stage was big enough to show the band, that the audience wasn't happy with a "five piece electrobeat band" and i wasn't either. their songs sounded boring, the sound itself was way much too loud and the singer of the band was making some poor attempts pretending to dance-off and go crazy because of the "wicked show experience". rubbish, and i'm on my way out again.

when vhs or beta kicked off a while ago, it was kind of the same. four guys pretending living in the 80s, the singer is robert smith and the rest of the band plays some electronica-pumped guitar-dance-stuff. it's somehow getting boring with these post-punk-bands, but to be homest: i heard this band a couple of months ago and i didn't like them back then. the problem with vhs or beta seems to be, that they are 5 months too late. their label-promoter gave me a call on tuesday, asking if there might be any interest for an interview with the band. besides that he woke me up after a long night (no! working, not drinking) i had to tell him what i think about the band and he sounded, as if he was thinking in a similar way about them...
after the third song, pascal and i decided to jump across the street to the prime club where the soundtracks were supposed to play.

rose club vs. prime club

when arriving at the door we met richie, head booker & owner of prime club who welcomed us with the charming words "nice that you decided to visit this place...". afterwards i had a little chat with udo, our sound-engineer during "sendungsbewusstsein" (where i unfortunately have not been). he told me, that harmful have been support (and i was glad that i haven't been there to see them). pascal was right, when he annotated, that he doesn't like the band, though he has no idea why. i think they were too loud for me. well, maybe i just don't want to listen. whatever.

then the soundtrack of our lives climbed the stage and ended the little playbacked intro with "believe i've found", the first song off their latest full-length "origin vol. 1". that was the one song i kicked off the radio show today with. it's a fantastic great tune, tight as hell though it's totally poppy with it's little huhuu-chorus line. and this song worked live as well as on record (i think that saying works better when you say it in german...): the people were behind the band from the first second onwards. bigups after each song, people in the first row that could sing each line along and a really great atmosphere in the packed prime club. it was a pretty tough thing finding my way to the toilets through this crowd and i decided to stay a bit closer to the stage after returning. i took some pictures, sang a bit along, nodded with head and knees and emptied my beer. after a couple of songs (8-10? can anybody help?) i left for the back of the club again.

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st81

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i haven't been in the mood for concerts tonight and i'll tick these off as research visits, right? maybe i should slow down. maybe i shouldn't write everything down? who cares?! i don't.



maybe one sentence might be enough: the soundtrack of our lives are one of the most stunning rock'n'roll-bands on this side of heaven!

Mittwoch, 25. Mai 2005

aus dem häuschen

das war mal ein fest! out hud live. das letzte mal waren sie zusammen mit radio 4 in deutschland und das ist jetzt schon wieder drei jahre her. gestern abend also im studio 672, zusammen mit vielleicht 40 anderen menschen. gegen viertel vor elf stehen die fünf new yorker auf der bühne und beginnen, das publikum zu frittieren.

out1 out2

zunächst standardisierter indie-zirkel vor der bühne. so lange, bis nic offer den bewegungs-appell an das publikum stellt. von da an brechen auch langsam die dämme seitens des publikums, zu beginn des dritten stücks - "the song so good they named it thrice" - sind alle unten mit out hud. molly schnick sieht genau wie beim interview-termin ziemlich fertig aus, ihre augen haben extrem dicke, dunkle ringe. oder sie hat ein extrem cooles make-up. ich stelle mich versuchsweise etwas weiter vorne neben den verstärker um etwas bass abzubekommen. klappt auch ganz gut, dieser bass ist ja erstens omnipräsent und geht zweitens durch und durch (den magen). da kann man die membran des verstärkers tanzen sehen und hätte ich mehr getrunken, hätte mir durchaus schlecht werden können.

out3 out4

out hud wissen auf jeden fall ihr publikum zu rocken, bauen immer wieder kleine brücken zwischen ihre songs, geben spontane kleine tanzeinlagen zum besten und nic offer ist sowieso der verrückteste clown, den eine gitarre bzw. eine trommel je zu gesicht bekommen haben. naja, justin vandervolgen und sein massiver vollbart stechen da doch auch noch mal eine nuance weit raus. vandervolgen dreht wie verrückt an seinen reglern, drückt knöpfe und verzieht das gesicht zum stotternden synthie.

out5 out41

nach knapp 45 minuten ist die show dann zu ende. zugaben gibt es nicht, obwohl das beim publikum wohl gut angekommen wäre. das sagt zumindest der applaus. möckel und ich sind uns einig, dass man sowas für die nächste eigene party bräuchte und dass man sowieso mehr machen sollte. fraglich nur, wie man das zahlen sollte...

Dienstag, 24. Mai 2005

landschaften passen nicht in hallen!

gestern abend war anthony gonzalez alias m83 im kölner palladium, und zwar als support von moby. vor dem palladium selbst wartete schon um halb sieben eine längere schlange menschen, ausverkauft nennt man das wohl. dietmar holt mich am eingang ab, bringt mich in den hof des alten industriegeländes mit seinen backsteingemauerten ehemaligen lagerhallen. nach gefühlten 15 minuten wartezeit kommt anthony nach oben, gerade erst mit dem soundcheck fertig geworden. durch den hintereingang klangen m83 gut! das schlagzeug kam schön laut durch, der gesang holperte vielleicht noch ein wenig, aber wie gesagt: hintereingang.

anthony nimmt mich mit zu seinem tourbus. vom geländer des ersten stocks kann man drei größere nightliner erkennen. welcher von denen denn seiner wäre. er lacht und deutet auf den kleinen mercedes sprinter. bisher war er mit m83 nur einmal in deutschland, eine show in berlin vor zwei jahren. heute spielt er vor moby und soll das palladium möglichst hinter sich bringen.

der sprinter ist warm, das lange parken in der sonne hat ihn auf geschätzte 30 grad aufgeheizt. anthony erzählt von den ersten größeren shows, der arbeit an seinem neuen album "before the dawn heals us", seinen musikalischen einflüssen, warum videos und filme für ihn so wichtig sind und auch warum antibes nicht der richtige ort für menschen in den jungen jahren ist. er ist ruhig, sieht der show fast schon gelassen entgegen. dabei blitzt allerdings immer wieder seine begeisterung über die viele zustimmung, die er erfährt, auf.

15 minuten später sitze ich mit einem bier vor dem eingang, warte auf den mitbewohner und versuche die menschen zu verstehen. moby funktioniert als einendes element zwischen den generationen: teenies mit mama/papa, studenten, mittlere bis ältere semester und ganze familien. geht bei herr moby wohl alles.

was bei herrn moby gar nicht geht ist das rauchen, das ist inder konzerthalle nämlich untersagt. und als ich dann doch irgendwann schwach werde, wird mir von dem security-mann hinter mir "freundlich" versichert, das "herr moby nicht möchte, dass hier geraucht wird!". egal, dann eben zwanzig meter weiter nach vorne & zur mitte. hier präsentiert sich dann das prinzip der "ich gehe zu zwei konzerten dieses jahr"-fraktion:ey, geh mal weiter!

geht nicht weiter!

dann mach das du abkommst...

bitte? was soll das dennn?

hör mal, wir stehen jetzt seit zwei stunden hier!

und?

und da lasse ich mir von dir bestimmt nicht den platz nehmen!
ich weiß zwar nicht, ob auf deren karte auch "freie platzwahl" gedruckt steht, oder ob ich vielleicht irgendwo die bestuhlung übersehe, entschließe mich aber dann doch dazu, das feld zu räumen. mann sind die dämlich, das schreib ich ins internetz!

m80 m81

m82 m832

m83 treten zu viert auf, mit drummer, bassist und extra-gitarre. gonzalez regelt das keyboard und seine gitarre. hier wird dann auch verständlich, warum gonzalez möchte, dass die auftritte anders klingen als die platte. ein wenig naiv zu glauben, die unglaubliche spannkraft von "before the dawn heals us" ließe sich mal eben so auf die bühne packen. statt dessen spielen m83 ein solides 35-minütiges live-set. gonzalez holpert zwar manchmal der französische accson' zu arg durch die songs, aber watt willste machen. die leute mögen das wohl auch, applaudieren jedenfalls brav und dann ist aber auch gut.

um das ganze abzukürzen: moby war langweilig aufgrund schmerzender beine, drei songs gesehen, dann von arroganz und müdigkeit gepackt gegangen. herr moby stand dann noch zwei stunden länger auf der bühne, verkaufte im anschluss sicherlich noch einige der live-bootlegs von diesem abend und alle waren froh. und ich muss nicht mehr unter der "teen angst" leiden, von diesem musiker enttäuscht sein zu können. danke! groß!

Mittwoch, 18. Mai 2005

...

man könnte dieses eine morrissey-zitat manchmal auch anders verwenden, sagen wir mal so: some days are bigger than others. manche tage sind aber auch schlimmer than others, beispielsweise, wenn man gegen 13:30 uhr aus dem post-arbeits-schlaf aufwacht, mit verklebten augen richtung uhr blinzelt und plötzlich hellwach ist. es sind diese tage mit vollgestopftem programm und eigentlich zu wenig zeit, die man verflucht und sich selbst am besten gleich mit.

nach diesen momenten - so geht es zumindest mir - ist man dann plötzlich überkoordiniert. alles geht gleichzeitig, weil alles gleichzeitig gehen muss. plötzlich fließt strom, wenn auch schwacher durch die immer noch müden knochen. der nachteil des ganzen: soll man gedanken ordnen, sozusagen gedanken anderer nachvollziehen, dann sind diese momente grundauf die falschen zur falschen zeit. kann man noch folgen?

für 19 uhr war das interview mit final fantasy angesetzt, eine stunde früher setzt sich ein unrasiertes, schlecht frisiertes und nicht sonderlich in hochform befindliches etwas in bewegung, richtung straßenbahn, richtung deutz-mühlheim. unterwegs tausend gedanken, die es immer noch zu ordnen gilt. notiz für später: gedanken ordnet man nicht, indem man laute musik hört, wenn der abend doch explizit in eine andere richtung gehen soll!

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am gebäude 9 wartet jan, die fotografin kommt auch kurze zeit später und so sitzen drei menschen in einer großen halle, hören einem acht-köpfigen freundeskreis beim soundcheck zu, der scheinbar großen spaß an dem ersten deutschland-auftritt zu haben scheint. links neben uns bemühen sich zwei menschen, ein präsentations-banner in position zu rücken. merkwürdig: will man da etwa nicht den zug verpassen?

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im anschluss daran steht owen pallett auf der bühne, nur bewaffnet mit violine, effektgerät und seiner stimme. kurzer soundcheck, dann werden fotos gemacht. in filmen sehen fotosessions immer ultra-professionell aus, hier nicht. sandra bittet owen lediglich in eine ecke der halle, leuchtet ihn ein wenig mit dem reflektor aus, belichtung an, zack im kasten. er will vorher noch schnell eine zigarette, krawatte und bier. verbraucht will er aussehen, so von wegen rocknroll und so. dann noch nach draußen, once around the block, um dort auch noch ein paar fotos zu machen. spontaner klamottentausch zwischen owen und jan, posen vor dem so-called-schachbrett, lächeln, portraits und dann ab.
owen ist lustig, hat spaß, scherzt rum und macht sein zweites "shooting ever" mit.

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beim interview ist er noch einmal anders. zwischen dem verschmitzten lächeln blitzt immer wieder ernst auf, ehrlichkeit und indie-charme. er erzählt von seiner heimat kanada und der dortigen musikszene, von seinem album und wieviel spaß es gemacht hat, die platte innerhalb von sieben tagen zusammen mit einem freund in einem hinterzimmer einzuspielen. davon, dass es ganz einfach war, seine partituren in den 4 touren während der vergangenen 8 monaten zu schreiben (aufzuschreiben!). und wie hoch seine ansprüche sind, wenn er als violinist für andere bands wie the arcade fire, do may say think und the hidden cameras arbeitet. er erzählt von der gay community in kanada und den staaten, von seinem freund und den mit ihm verbundenen beziehungsproblemen und wie weit diese den weg auf owen's debut als final fantasy - "has a good home" - gefunden haben.

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das konzert ist ausverkauft, schon seit tagen. einige stehen dennoch vor der tür, fragen immer wieder nach karten. das gebäude 9 ist zum bersten voll, owen steht punkt 21:15 uhr auf der bühne und scheint die leute spätestens nach dem ersten song hinter sich zu haben. der junge mit der violine, das scheint für manche auf den ersten blick ungewohnt sein. unglaublich aber, was er so alles aus seinem instrument herausholt. immer wieder spielt er kurze samples, loopt diese durch seine effektgeräte bis man den eindruck hat, hinter der bühne würde ein kompletter streichersatz zur unterstützung spielen. dazu seine private, ruhige stimme. immer wieder gebrochen durch emotionale ausbrüche, kehliges schreien oder lustige ansagen:this next song is called "the cn tower belongs to the dead" and it is about the cn-tower in toronto, canada where i am from. people that wanna die go there and watch down on the city from the top platform, thinking about their life for a last time. and that's what the song is about... actually it's also about star wars... or... pig-farming...das joanna newsom-cover verpasse ich leider, und das obwohl owen kurz zuvor noch zu cover-wünschen aufgerufen hat:i can play covers if you like. i can cover janis joplin, for example... no, i think i don't do any cover songs. or do you have some in mind?nach einer guten halben stunde ist umbaupause.

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im konzertraum wird es aber nicht leerer, ganz im gegenteil. teilweise stoisch werden hier stehplätze verteidigt, ellbogengesellschaft. so stehe ich dann wohl so ziemlich letzte reihe, sehe acht menschen die bühne betreten, die diesen club innerhalb kürzester zeit für sich gewinnen. überschwänglicher applaus bei "laika", anschließend "no cars go" von der frisch nachgepressten demo-ep. später ein neuer song, "cold wind". nach aussage von win butler gerade mal 4-mal gespielt. schön! danach "old flame", ebenfalls von der ep. "crown of love", "neighborhood #1 (tunnels)" und "une année sans lumiere" bauen dann die stimmung auf, für das bombastische finale, das langsam in greifbare nähe rückt. "neighborhood #3 (power out)" und "rebellion (lies)" gehen langsam ineinander über. überschwengliche show, herumschleudern von hihat-elementen, schweißtreibendes pathos.gottogott, nur die zwischenansagen kommen heute nicht wirklich - und das bei acht leuten!

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die erste zugabe mit großem shalala und gruppen-chor, "wake up". dann noch einmal von der bühne, gewaltigen applaus abwarten und wieder rauf: "in the backseat", danach konnte dann wohl auch nichts mehr kommen. morrissey hatte irgendwo recht. some bands are bigger than others!


edit: mehr text und bild bei malo
edit²: mehr text und bewegte bilder bei teemow

Mittwoch, 20. April 2005

cause you know they're on fire

das sollte ja eigentlich ein relativ ruhiger abend werden. die nacht zuvor durchgearbeitet, um 15 uhr ins bett, um halb sieben wieder raus, essen, bad, dann kurz fernsehen und ab zum konzert in der live music hall. eigentlich hasse ich diesen laden. die parties sind unerträglich, es ist voll & stickig, die konzerte sind groß - und zwar was die besucherzahlen angeht. die vorbands hatte ich ausgelassen. das hat den einfachen grund, dass ich von der ersten gruppe nicht einmal den namen weiß und die zweite - the cribs - auf ihrem yet to release-album "the new fellas" ziemlich langweilig finde. support-slot-qualität vielleicht, als eigenständige band zu sehr am derzeitigen england-sound orientiert. und auch tatsächlich aus leeds... die musik wird langsam zum klischee: alle machen den franz, die party, die libertines and so on. naja, sie verstehen, ich wollte da also nicht hin.

die live music hall war jedenfalls gut ausverkauft, auch wenn eine zigaretten-schnorrende frau nach meinem hinweis auf den zigaretten-automat eine lapidare antwort von wegen "kein geld trotz einer karte zuviel und keine chance auf vor-der-tür-verkauf" gibt. einzel-schicksal oder massen-vorverkaufs-hype-band-problem? egal, drinnen steht man jedenfalls eng an eng und beginnt bei "like eating glass" frenetisch mitzufeiern. epileptiker in der ersten reihe, obacht! es wird mehr als einmal das strobo verwendet.

bl1 bl2

gute show, klanglich einwandfrei und überzeugend. nette zwischenansagen, fanboy- bzw. -gitl-tum in den vorderen reihen, menschen werden über kopf herumgereicht. bloc party haben definitiv entertainment-mehrwert, man hatte aber auch zeit, sich auf deutschland vorzubereiten. ein support-gig für interpol, ein auftritt beim intro intim, ihr debut silent alarm regiert jetzt schon die jahreslisten und jeder weiß vermutlich mittlerweile welche unterwäsche sänger kele am liebsten trägt. das soll kein insiderwissen bedeuten, mehr auf den berechtigten hinweis von tobias auf die nächste "durchreiche-band" zielen.

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den fanboys- bzw. -girls ist das alles wohl egal. man drückt sich etwas fester an die freundin oder das bier und genießt das konzert. zugabe gab es auch, oder?
das hintere fünftel der live music hall schert das nicht wirklich, medienpartner everywhere. ich scheine dort wohl auch so langsam angekommen zu sein. sollte einem das sorge bereiten? oder ist es noch ok, wenn man sich dieses ganzen bewusst ist. egal. es ist alles sowas von egal.

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nur zu ihrer information: ich habe im anschluss ans konzert im kickern und den dazugehörigen jägermeister verloren und wir haben später in meiner wohnung bis ca. 5 uhr morgens über gott, die welt und dings den papst diskutiert. ganz ohne ein abgleiten in die standard-musikgespräche.

dabei lief dann übrigens turbonegro vom tape...

>> bloc party - little thoughts [mp3-file]
>> the cribs - another number [mp3-file]
>> turbonegro - all my friends are dead [mp3-file]

Freitag, 15. April 2005

intro intim, oder: warum 15 minuten charismatische band über den kater hinweghelfen...

wenn man sich über einen bestimmten zeitraum in dieser stadt bewegt, dann kommt es immer häufiger vor, von irgendwelchen gesichtern zusammenhangslos angesprochen zu werden. meistens war der dazugehörige zusammenhang höchstwahrscheinlich der alkohol, also bitte die moralkeule à la "typisch köln" stecken lassen. um es nachzuholen: andreas, benni, simone, sabrina, habe ich jemanden vergessen? nein.

ankommen. erst einmal: "ach, schande: wieder rockpalast, heute!" nicht, dass ich was gegen die sendung hätte. aber ein hell-erleuchtetes, mit knapp 100 besuchern "gefülltes" gebäude 9 kann unter den vorraussetzungen schon nicht viel freude machen. kleiner irrtum, das vorweg!

jetzt aber freunde treffen (andere nennen es wohl socializing, ich meine aber nicht das!) und die bar auf mögliche getränke abklopfen. letzteres funktioniert erstaunlich gut, denn nachdem florian horwarth mit dem vorgeplänkel fertig ist (laaangweilig!) bin ich schon erstaunlich fit mit dem bier. es folgen diverse kleine sprachliche ausrutscher, da sarah und dan eben auf englisch unterhalten werden und mir eben doch zweidreimal die thunge beim ti-aitsch wegrutscht.

die tiger tunes bieten mal wieder großartiges entertainment, ab montag mit dem ersten album "absolutely worthless compared to important books" im handel. wenn sie die "forget about the stupid rocket idea"-ep mochten, dann werden sie hier ganz bestimmt nicht enttäuscht sein. die haben jedenfalls genau so viel spaß wie damals im underground. etwas danach raus was arbeiten und mit zwei vonner band was interview fürs radio machen, viel dabei lachen und spaß haben, sich für die trunkenheit schämen und das mehrmals betonen. als antwort aber auch nur ein "we drove all the way from denmark to here, today and we are really really drunk" zurück bekommen. na dann ist ja alles gut!

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zurück drinnen waren schon spoon damit beschäftigt, den drittel-gefüllten raum zu überheizen. das nenne ich mal eine charismatische band: durch die bank weg sympathisch, indie-rock/pop der vorzüglichsten sorte (wird ein ganz, ganz großes ding!), songs mit mehrwert und gesungen auf eine ausdrucksschwangere art, wie ich sie lange nicht mehr gesehen habe. schade, dass diese letzten 15 minuten so schnell vorbei gingen. als kleiner vorgeschmack aufs album:

>> spoon - i turn my camera on [mp3-file]

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im anschluss daran spielt benjamin diamond. fraglich nur, wer den (jajablabla, die stimme von stardust's "music sounds better with you", ich kann es nicht mehr hören!) heute abend wirklich ansieht. erstens kann ich von dem tisch, an dem ich sitze nicht in den saal schauen und zweitens scheinen eh 70% des publikums in der kneipe zu sitzen. oder war ich wirklich schon so betrunken?

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kurze zeit später wird mit jan, glietsch, christian und möckel über meine 70s-porno-brille verhandelt und ich lasse - weil es gerade so lustig ist oder ich so betrunken bin - meine bierflasche fallen (unbeabsichtigt), auf dass sie in hundert teile zerspringe. anschließend mit andrea, glietsch, christian, sabrina und meeske "wahrheit oder tat" gedreht, mehr getrunken und nach feierabend in der großraumtaxe (ab da ohne christian, dafür mit simone) richtung innenstadt. eines steht fest: nie! nie nie! niee, nie, nie wieder in den "venuskeller". ekelhaftes proletenkölnpublikum, schalala-stimmung, kölsches liegut, das ist selbst für mich zu asi! echt, gezz! nach 15 minuten habe ich kopfweh und einen hals von der prolligen frau aus dem gespräch gerade. weg hier! jetzt!

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im soylent green sieht es auch nicht besser aus: um halb fünf kriechen scheinbar donnerstags alle freaks, dafür ist mit cowboys on dope wenigstens die musik ok, es wird nicht getanzt und der schnaps/das kölsch ist günstig. stephan und andrea müssen beim sünner akrobat passen, verweisen auf die uhr, den wecker um zehn, den sowieso schon brummenden schädel und packen sich richtung nach hause. simone und ich müssen noch schnell was tischfussball gewinnen, tataaa geschafft. jetzt aber feierabend, brötchen beim bäcker, auskatern und so. sie kennen das spiel. auf dem heimweg noch schnell "gimme fiction" gegengehört, "was it you" scheint mir der perfekte soundtrack für diese uhrzeit zu sein. was ist hier eigentlich alles passiert? ich wollte doch nur auf ein konzert. was it me?


schnell rein hier, sonst bleibt das ein monolog...

"blogging for compliments" is the personal weblog by waldar. the posts in this weblog may contain links to music i love. if you feel your copyrights harmed, please email me and the link will be removed immediatelly. this is about love towards music. buy the records at amazon or even better: at the small indie-record-store in your town!

>> reviews
>> interviews
>> konzerte



waldar's Last.fm Weekly Artists Chart


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Fuck Buttons – Sweet Love for Planet Earth
http://www.last.fm/music/F uck+Buttons
11. Mai, 20:22
G.Rag & die Landlergschwister – Juli Polka
http://www.last.fm/music/G .Rag%2B%2526%2Bdie%2BLandl ergschwister
11. Mai, 20:20
G.Rag & die Landlergschwister – Xaver Reloaded
http://www.last.fm/music/G .Rag%2B%2526%2Bdie%2BLandl ergschwister
11. Mai, 20:18
G.Rag & die Landlergschwister – Kommissar Schmelz
http://www.last.fm/music/G .Rag%2B%2526%2Bdie%2BLandl ergschwister
11. Mai, 20:16
















18.01. puppetmastaz.gbd 9
20.01. hubert fichte.elektra
21.01. mahatma hitler.kunstwerk
21.01. erlend oye.alte bundesbahndirektion
24.01. art brut / the chalets.stollwerck
31.01. goldrush.blue shell
06.02. test icicles.gbd9
08.02. sunn o))).gbd 9
13.02. death cab for cutie / john vanderslice.lmh
14.02. arab strap.gbd 9
16.02. die sterne.gbd 9
17.02. clap your hands say yeah.gbd 9
04.03. arctic monkeys.stollwerck
08.05. motorpsycho.lmh


 


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>> yet another indie disco
>> labor
>> spam

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den beitrag, der...
den beitrag, der eine ganze weile an dieser stelle...
waldar - 19. Mai, 23:06
hinweis an die verbrauchergeneration
sehr geehrte damen und herren, sie haben das mitbekommen:...
waldar - 19. Mai, 23:00
Köln Campus
ich wusste jetzt nicht, wo ich reinschreiben sollte.....
Eggi - 6. Apr, 11:53
mach doch nen neuen,...
mach doch nen neuen, kostenlosen blog auf. Ich vermiss...
monologe - 26. Feb, 17:59
na
wegen zeitmangel musste ich mich kurzfassen ;)
ZuN - 9. Feb, 14:32


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