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Selbstproduzierte CDs auf dem eigenen Label - der Pineapple Recording Group - Airplay in Frankreich, England sowie den Staaten und dann kam noch Bassist Jimmy Armbrust hinzu. Alle Zeichen stehen auf Hype. Und der rollt mit zwei weiteren EPs langsam an um während bzw. nach der gemeinsamen Tour mit The Killers seinen vorläufigen Höhepunkt zu erreichen. Dann der Plattenvertrag im August 2004 bei Atlantic Records und jetzt nähern wir uns so langsam dem, worauf der Text hinauslaufen wollte: "The Best Little Secrets Are Kept"

Wie weit arbeiten Louis XIV die Gender-Fragen der vergangenen Jahre auf? Ist "The Best Little Secrets Are Kept" vielleicht aber auch nur ein neu formulierter Mythos aus den Tagen, als "alles ging"? Ist die Platte eine Inszenierung, die mit Klischees spielt und provozieren möchte? Sind die Jungs wirklich so schwanzgesteuert? Oder ist ihnen das alles egal? Darauf habe ich leider keine Antworten. Ich kann da nur eine geben: Louis XIV rocken!
Hochmut kommt vor dem Fall! Das musste auch der historische Louis XIV schnell lernen. Arroganz und Selbstherrlichkeit, Größenwahn und Absolutismus waren sein Weg bis zu seinem Tod. Und ganz ähnlich präsentieren sich Louis XIV schon im ersten Song von "The Best Little Secrets Are Kept": Dezent arrangiert aber oppulent wirkender Streicherarrangements leiten - wie sollte er denn sonst lauten - "Louis XIV" ein, so lange bis Jason Hill krächzig-schnoddrig erklärt: "Well I'm a weapon of mass destruction / Got no apologies for a hyper concussion [..] Me me me me, is all you say that i care about / Me me me me, is all i ever wanna talk about / Me me me me, is what you think that i care about / Me me me me, is all i really wanna talk about [...]"Begleitet wird er dabei von klassisch knarzigen E-Gitarren, Handclaps, Gitarrensolo-Outro, "Who's your daddy?"-Ansage und viel R-h-y-t-h-m-u-s. Und damit hebeln sich Louis XIV auch durch die folgenden Songs: "Finding out true love is blind" etwa, mit dem sie zuhause in California den Durchbruch im Radio schafften. Oder "Paper Doll", die Single mit Musikvideo, das von sagen-wir-mal Art-Porn-Regisseur Eon McKai produziert wurde und die trotz Bett-Geschichten nicht richtig aus dem Quark kommt. Dabei aber leider keine Sekunde langweilig wird. "A letter to Dominique" könnte man fast als R'n'R-Ballade bezeichnen, wird Hill doch tatkräftig durch jede Menge 60s-Pop-Anleihen, Chor-Gesang, Violinen-Präsenz und die Zucker-Stimme von Lindsey Troy unterstützt.

(Napoléon Bonaparte)It's the rock'n'roll-something, stupid! Gute Dummheiten. Gelungen. Punkt.
tracklisting
01. Louis XIV [
02. Finding Out True Love Is Blind [
03. Paper Doll [
04. God Killed the Queen [05. Letter to Dominique
06. Illegal Tender
07. Pledge of Allegiance
08. Hey Teacher
09. All the Little Pieces
10. Ball of Twine
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waldar - 23. Jun, 11:41



























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