gods are hot(s)
zum anfang folgt wie gewohnt die kleine klage über die arbeitsreiche zeit zuvor, wieder 36 stunden nonstop auf den beinen, wieder riesenstimmung auf dem weg zum konzert. es ist aber alles egal, denn die melvins waren wichtiger. ok, ich bin kein großer melvins- bzw. fantomas-kenner und das will ich auch nicht so erscheinen lassen. aber rocknrollhistory sind die alle, am meisten wahrschienlich aber jello biafra von den kennedys und alleine deswegen will ich fanmäßig drauf sein. der tag drückte aber schon seit 8 uhr morgens. und auch um 21 uhr waren es noch gefühlte 30°C, von der hitze in der live music hall will ich gar nicht erst reden. es ist unglaublich, was für eine luft diese halle im gefüllten zustand produziert.
und dann steht ein mike patton auf der bühne, der mit fantômas derart hart in die kerbe schlägt, dass man sich ernsthaft fragen muss, wie lange der für die einübung dieser wahnsinnigen stimmakrobatik gebraucht hat. links von ihm steht ein schlagzeug, das mehr an eine mischung aus guillotine, affenkäfig und metallwarengeschäft aussieht. ungefähr 20 becken, snares, hihats, et al. wahnsinn! nach 4 songs muss ich schon wieder vor die tür, die luft wird unerträglich.
diese mischung aus süßlichen und säuerlichen schweißnuancen, nach alkohol und rauch, nach schwenefilet und joghurtdressing bringt mich an die belastungsgrenze, das erste bier wird auch nur nippenderweise zur kenntnis genommen (und schal ist es dann auch irgendwann). draußen treffe ich johan, wir klopfen schultern für die gute arbeit auf dem musikfarbentreffen des vergangenen samstags und des zukünftigen programms.
dann ist pause und der mob drängt sich nach draußen. die euphorie sieht man in einer großen wolke aus der einen ausgangstür herausqualmen, wahrscheinlich kondensiert sie bald wieder, damit die leute bei jello biafra und den melvins noch stehen können. die zeit ist somit günstig und wir relativ bald in reihe 9 vor der bühne. um uns rum wird es dann auch schnell voller. die altersunterschiede an diesem abend sind solch krasse, dass auch die verhaltensweisen der leute nicht weiter auffallen. da gibt es vom langhaarigen pfeifen-kiffer bis zum glatzrasierten tatoo-opfer alles. nicht weiter schlimm.
als die melvins die bühne betreten gehen die leute steil, kurz darauf folgt biafra. älter geworden ist er sichtlich, wohlstandsspeck um die hüften hat er bekommen und die gestik ist zwar eindeutig seine, wirkt aber doch etwas ungeübt und eingerostet. für maximal einen song lang. dann geht er genau so steil wie wir alle, springt mit hochrotem kopf auf der bühne herum, macht politische ansagen auf frieden auf schröder und co, absagen auf die usa und merkel und springt letztendlich mit seinen x-jahren punkerfahrung ins publikum. auf der bühne zurück merkt er dann schließlich auch, dass sein hosenstall schon seit konzertbeginn offen steht, schließt ihn und gut is...
buzz osborne regiert alleine schon wegen den tingeltangelbob-haaren, dale crover hinter dem schlagzeug trägt sexy hot pants am schwabbelarsch und kevin rutamanis sieht in seinem grandma-blümchen-nachthemd unglaublich punkrock aus. die zeit geht zu schnell um, die qualität der luft dafür um so schneller, deshalb heißt es ab song nr. 8 auch wieder rückweg richtung ausgang antreten. schade, dass fast nur neue stücke gespielt wurden. oder kaum kennedys-songs. bis auf "holiday in cambodia" und das klingt dann auch noch wie früher (denn biafra hat das singen bei weitem nicht verlernt).
würdiger abend, höllenhitze, guter schlaf im anschluss.
>> fantômas - investigation of a citizen above suspiction [
/3,7 mb]
>> jello biafra & the melvins - [
/6,7 mb]
>> jello biafra & the melvins - [
/6,3 mb]
>> dead kennedys - holiday in cambodia [
/3,5 mb]
und dann steht ein mike patton auf der bühne, der mit fantômas derart hart in die kerbe schlägt, dass man sich ernsthaft fragen muss, wie lange der für die einübung dieser wahnsinnigen stimmakrobatik gebraucht hat. links von ihm steht ein schlagzeug, das mehr an eine mischung aus guillotine, affenkäfig und metallwarengeschäft aussieht. ungefähr 20 becken, snares, hihats, et al. wahnsinn! nach 4 songs muss ich schon wieder vor die tür, die luft wird unerträglich.
diese mischung aus süßlichen und säuerlichen schweißnuancen, nach alkohol und rauch, nach schwenefilet und joghurtdressing bringt mich an die belastungsgrenze, das erste bier wird auch nur nippenderweise zur kenntnis genommen (und schal ist es dann auch irgendwann). draußen treffe ich johan, wir klopfen schultern für die gute arbeit auf dem musikfarbentreffen des vergangenen samstags und des zukünftigen programms.
dann ist pause und der mob drängt sich nach draußen. die euphorie sieht man in einer großen wolke aus der einen ausgangstür herausqualmen, wahrscheinlich kondensiert sie bald wieder, damit die leute bei jello biafra und den melvins noch stehen können. die zeit ist somit günstig und wir relativ bald in reihe 9 vor der bühne. um uns rum wird es dann auch schnell voller. die altersunterschiede an diesem abend sind solch krasse, dass auch die verhaltensweisen der leute nicht weiter auffallen. da gibt es vom langhaarigen pfeifen-kiffer bis zum glatzrasierten tatoo-opfer alles. nicht weiter schlimm.
als die melvins die bühne betreten gehen die leute steil, kurz darauf folgt biafra. älter geworden ist er sichtlich, wohlstandsspeck um die hüften hat er bekommen und die gestik ist zwar eindeutig seine, wirkt aber doch etwas ungeübt und eingerostet. für maximal einen song lang. dann geht er genau so steil wie wir alle, springt mit hochrotem kopf auf der bühne herum, macht politische ansagen auf frieden auf schröder und co, absagen auf die usa und merkel und springt letztendlich mit seinen x-jahren punkerfahrung ins publikum. auf der bühne zurück merkt er dann schließlich auch, dass sein hosenstall schon seit konzertbeginn offen steht, schließt ihn und gut is...
buzz osborne regiert alleine schon wegen den tingeltangelbob-haaren, dale crover hinter dem schlagzeug trägt sexy hot pants am schwabbelarsch und kevin rutamanis sieht in seinem grandma-blümchen-nachthemd unglaublich punkrock aus. die zeit geht zu schnell um, die qualität der luft dafür um so schneller, deshalb heißt es ab song nr. 8 auch wieder rückweg richtung ausgang antreten. schade, dass fast nur neue stücke gespielt wurden. oder kaum kennedys-songs. bis auf "holiday in cambodia" und das klingt dann auch noch wie früher (denn biafra hat das singen bei weitem nicht verlernt).
würdiger abend, höllenhitze, guter schlaf im anschluss.
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waldar - 21. Jun, 18:12
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