blogging for jahrescharts, pt. 02
weiter geht es im listenwesen, die top 10 kommen dann morgen.






n° 30: modest mouse - good news for people who love bad news /// mclusky - the difference between me and you is that i'm not on fire* zwei bands auf einem platz die musikalisch nicht unterschiedlicher sein könnten. und denoch so viel gemeinsam haben: musikalische pionierarbeit in ihrem "genre", m-namen, wichtige platten und nebenbei beide mit langem titel und selbstironie im selbigen. doppelspitze, tempogegenstoß!
n° 29: mando diao - hurricane bar* diese schweden werden mir mit der zeit unheimlich. wie aus dem ncihts standen sie anfang des jahres mit "bring 'em in" da, rockten das underground in schweiss und asche und schieben ende des jahres ein zweites album hinterher, das auch noch musikalisch ausgereifter und gewachsener klingt. die hurricane bar klingt nach langer theke mit spendierfreudigem barkeeper und abgestürzten gestalten in der dunklen ecke.
n° 28: kante - zombi wunderbar verkopfter indie mit deutschen texten, dem ich in diesem jahr viel zu spät meine aufmerksamkeit und danach meine liebe gewidmet habe. zitate en masse, und zwar weniger zusammengeklaute, sondern erinnerungs- und erzählenswerte. zitierbares wäre wohl besser formuliert. aber formulieren überlasse ich lieber kante.
n° 27: mediengruppe telekommander - die ganze kraft einer kultur* der logik nach müsste dieses album auch auf platz 30 mit den anderen um einen platz buhlen, allerdings zum einen wird hier auf deutsch gesungen (gerappt agitiert? propagiert?) und zum zweiten sind das hier die beiden berber von der mediengruppe telekommander, und die laufen bei mir außenvor! ich, anarchie!
n° 26: radio 4 - stealing of a nation* wenn mir jemand während des sommers die beine unter dem po weggerissen hat, dann waren das radio 4, die mit ihrer neuen platte so tanzbare beats auf das parkett schleudern, dass man beats eigentlich mit "z" schreiben müsste und außerdem mit "phatt, phatt, phatt" umschreiben sollte. damit stieß man sich zwar immer wieder mit den post-punk-puritanern, aber mir kann die musik-polizei sowieso gerne mal den buckel runterru...





n° 25: the arcade fire - funeral diese band in 4 zeilen zu fassen ist schlichtweg unmöglich, deshalb versuche ich es erst gar nicht. wer allerdings (so wie ich) auf überbordend euphorischen indie mit einigen post-wave-einflüssen, abwechselungsreiche instrumentierung und hymnische 4 1/2 minuten-songs steht, der sollte mit dieser platte sehr, sehr glücklich werden!
n° 24: the hives - tyrannosaurus hives und wieder eine lang-ersehnte platte, die nicht das halten konnte, was sie sollte, was ich wollte. der ich es im nachhinein allerdings nicht übel nehme, dass sie im sound gewachsen ist und sich an der gegenwart als auch der vergangenheit orientiert. die hives sind die hives, you are crime!
n° 23: delorean - delorean* nicht nur die band mit einem der collsten namen überhaupt, sondern auch die legitime antwort spaniens auf the cure sowie die indielektro-disse. vor farben strotzender dancefloor-punk mit blitzen im arsch und sonne auf den lippen.
n° 22: goldie lookin chain - greatest hits wales ist cool, und zwar nicht nur, weil eine sehr gute freundin von mir von dort kommt. goldie lookin chain lassen 50 cent alt aussehen, da kann der gucken. "guns don't kill people, rappers do", mate. diese platte macht mir extremst spass. erschreckend ist nur, dass die ca. 22 jungs noch auf ca. 200 weiteren aufnahmen sitzen... "you knows it!"
n° 21: rilo kiley - more adventurous in den staaten schon seit monaten draußen, in europa erst im nächsten jahr zu bekommen. "more adventurous" macht da weiter, wo "the execution of all things" aufgehört hat: melancholie in aufbruchsstimmung mit positivem grundton.





n° 20: le tigre - this island da soll mir einer sagen, le tigre seien nicht mehr die gleichen, wie in den "alten tagen". diese drei damen sind zwar mit der zeit elektronischer geworden, aber von müdigkeit keine spur. ganz im gegenteil: immer noch wütend, immer noch kämpferisch, nur etwas neuere (musikalische) ufer ansteuernd.
n° 19: the streets - a grand don't come for free das kompletteste konzept-album dieses jahres, mit dem mike skinner mir mal wieder bewiesen hat, weshalb er ruhig aufdunsen darf. zu dieser platte wurden schon so viele worte verloren, dass ich es auch in diesem fall lieber lasse.
n° 18: bloc party - bloc party ep jeder! song! ein! killer! diese ep wirft die schatten auf das album "silent alarm" in 2005 voraus. bloc party sind das heissere ding aus england, auch wenn ein teil ihrer fans in dieser liste weiter oben stehen wird.
n° 17: mando diao - bring 'em in das ungestüme rock'n'roll-teil anfang diesen jahres, das irgendwie aus dem nichts kam (zumindest für mich). voll von selbstüberzeugung und vandalismus in der musikgeschichte. aber alle hölle, verdammt konsequent guter vandalismus.
n° 16: tv on the radio - desperate youth, blood thirsty babes wann ist mir zuletzt ein bass so durch und durch gegangen wie im ersten song des albums - "wrong way"? dazu tunde adebimpe, der die fusion aus indie, jazz, blues, gospel und hip hop perfekt macht und das ganze zu einem ganz neuen, aufregenden ding macht. erfrischend, neu, prefekt!





n° 15: the thermals - fuckin a* diese platte ist so fuckin a, wie ihr titel vollmundig behauptet. die songs schön nach dem prinzip "kurz, präzise, kickass" gehalten und feierbar as hell. it's our trip and we're not listening!
n° 14: the fever - red bedroom* diese männer aus new york waren eine der entdeckungen dieses jahres, zumindest meine. aber schön zu sehen, dass ihr album anfang 2005 endlich auch hier veröffentlicht wird und die großen magazine ihre kleinen stories über the fever haben werden!
n° 13: interpol - antics wenn man über erhabenheit in der musik reden will, dann muss ab einem bestimmten zeitpunkt der name interpol genannt werden. und "antics" bringt dieses gefühl vom being lost in the großstadt am authentischsten und ehrlichsten rüber.
n° 12: the faint - wet from birth* ich bin fan, das album ist super, ich liebe die jungs live. muss ich mehr dazu sagen? nein! gut...
n° 11: franz ferdinand - franz ferdinand weitläufig die platte des jahres, allerdings kam mir der hype zu groß und ich war etwas vorsichtiger. daher sind die briten bei mir auch nicht auf platz 1, sondern nur 11 angekommen...
>> 2004: 50-31
>> 2004: 11-01






n° 30: modest mouse - good news for people who love bad news /// mclusky - the difference between me and you is that i'm not on fire* zwei bands auf einem platz die musikalisch nicht unterschiedlicher sein könnten. und denoch so viel gemeinsam haben: musikalische pionierarbeit in ihrem "genre", m-namen, wichtige platten und nebenbei beide mit langem titel und selbstironie im selbigen. doppelspitze, tempogegenstoß!
n° 29: mando diao - hurricane bar* diese schweden werden mir mit der zeit unheimlich. wie aus dem ncihts standen sie anfang des jahres mit "bring 'em in" da, rockten das underground in schweiss und asche und schieben ende des jahres ein zweites album hinterher, das auch noch musikalisch ausgereifter und gewachsener klingt. die hurricane bar klingt nach langer theke mit spendierfreudigem barkeeper und abgestürzten gestalten in der dunklen ecke.
n° 28: kante - zombi wunderbar verkopfter indie mit deutschen texten, dem ich in diesem jahr viel zu spät meine aufmerksamkeit und danach meine liebe gewidmet habe. zitate en masse, und zwar weniger zusammengeklaute, sondern erinnerungs- und erzählenswerte. zitierbares wäre wohl besser formuliert. aber formulieren überlasse ich lieber kante.
n° 27: mediengruppe telekommander - die ganze kraft einer kultur* der logik nach müsste dieses album auch auf platz 30 mit den anderen um einen platz buhlen, allerdings zum einen wird hier auf deutsch gesungen (gerappt agitiert? propagiert?) und zum zweiten sind das hier die beiden berber von der mediengruppe telekommander, und die laufen bei mir außenvor! ich, anarchie!
n° 26: radio 4 - stealing of a nation* wenn mir jemand während des sommers die beine unter dem po weggerissen hat, dann waren das radio 4, die mit ihrer neuen platte so tanzbare beats auf das parkett schleudern, dass man beats eigentlich mit "z" schreiben müsste und außerdem mit "phatt, phatt, phatt" umschreiben sollte. damit stieß man sich zwar immer wieder mit den post-punk-puritanern, aber mir kann die musik-polizei sowieso gerne mal den buckel runterru...





n° 25: the arcade fire - funeral diese band in 4 zeilen zu fassen ist schlichtweg unmöglich, deshalb versuche ich es erst gar nicht. wer allerdings (so wie ich) auf überbordend euphorischen indie mit einigen post-wave-einflüssen, abwechselungsreiche instrumentierung und hymnische 4 1/2 minuten-songs steht, der sollte mit dieser platte sehr, sehr glücklich werden!
n° 24: the hives - tyrannosaurus hives und wieder eine lang-ersehnte platte, die nicht das halten konnte, was sie sollte, was ich wollte. der ich es im nachhinein allerdings nicht übel nehme, dass sie im sound gewachsen ist und sich an der gegenwart als auch der vergangenheit orientiert. die hives sind die hives, you are crime!
n° 23: delorean - delorean* nicht nur die band mit einem der collsten namen überhaupt, sondern auch die legitime antwort spaniens auf the cure sowie die indielektro-disse. vor farben strotzender dancefloor-punk mit blitzen im arsch und sonne auf den lippen.
n° 22: goldie lookin chain - greatest hits wales ist cool, und zwar nicht nur, weil eine sehr gute freundin von mir von dort kommt. goldie lookin chain lassen 50 cent alt aussehen, da kann der gucken. "guns don't kill people, rappers do", mate. diese platte macht mir extremst spass. erschreckend ist nur, dass die ca. 22 jungs noch auf ca. 200 weiteren aufnahmen sitzen... "you knows it!"
n° 21: rilo kiley - more adventurous in den staaten schon seit monaten draußen, in europa erst im nächsten jahr zu bekommen. "more adventurous" macht da weiter, wo "the execution of all things" aufgehört hat: melancholie in aufbruchsstimmung mit positivem grundton.





n° 20: le tigre - this island da soll mir einer sagen, le tigre seien nicht mehr die gleichen, wie in den "alten tagen". diese drei damen sind zwar mit der zeit elektronischer geworden, aber von müdigkeit keine spur. ganz im gegenteil: immer noch wütend, immer noch kämpferisch, nur etwas neuere (musikalische) ufer ansteuernd.
n° 19: the streets - a grand don't come for free das kompletteste konzept-album dieses jahres, mit dem mike skinner mir mal wieder bewiesen hat, weshalb er ruhig aufdunsen darf. zu dieser platte wurden schon so viele worte verloren, dass ich es auch in diesem fall lieber lasse.
n° 18: bloc party - bloc party ep jeder! song! ein! killer! diese ep wirft die schatten auf das album "silent alarm" in 2005 voraus. bloc party sind das heissere ding aus england, auch wenn ein teil ihrer fans in dieser liste weiter oben stehen wird.
n° 17: mando diao - bring 'em in das ungestüme rock'n'roll-teil anfang diesen jahres, das irgendwie aus dem nichts kam (zumindest für mich). voll von selbstüberzeugung und vandalismus in der musikgeschichte. aber alle hölle, verdammt konsequent guter vandalismus.
n° 16: tv on the radio - desperate youth, blood thirsty babes wann ist mir zuletzt ein bass so durch und durch gegangen wie im ersten song des albums - "wrong way"? dazu tunde adebimpe, der die fusion aus indie, jazz, blues, gospel und hip hop perfekt macht und das ganze zu einem ganz neuen, aufregenden ding macht. erfrischend, neu, prefekt!





n° 15: the thermals - fuckin a* diese platte ist so fuckin a, wie ihr titel vollmundig behauptet. die songs schön nach dem prinzip "kurz, präzise, kickass" gehalten und feierbar as hell. it's our trip and we're not listening!
n° 14: the fever - red bedroom* diese männer aus new york waren eine der entdeckungen dieses jahres, zumindest meine. aber schön zu sehen, dass ihr album anfang 2005 endlich auch hier veröffentlicht wird und die großen magazine ihre kleinen stories über the fever haben werden!
n° 13: interpol - antics wenn man über erhabenheit in der musik reden will, dann muss ab einem bestimmten zeitpunkt der name interpol genannt werden. und "antics" bringt dieses gefühl vom being lost in the großstadt am authentischsten und ehrlichsten rüber.
n° 12: the faint - wet from birth* ich bin fan, das album ist super, ich liebe die jungs live. muss ich mehr dazu sagen? nein! gut...
n° 11: franz ferdinand - franz ferdinand weitläufig die platte des jahres, allerdings kam mir der hype zu groß und ich war etwas vorsichtiger. daher sind die briten bei mir auch nicht auf platz 1, sondern nur 11 angekommen...
>> 2004: 50-31
>> 2004: 11-01
waldar - 29. Dez, 17:33
2 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
ronofox - 30. Dez, 11:44
sehr schönes ranking, aber...
...warum wird in allen jahresbestenlisten auf das wunderbare, verspielt schöne album von KLEE / jelängerjelieber vergessen..? ich bin zwar eigentlich kein großer neue neuedeutschewelle liebhaber, aber dieses album ist wirklich heraus stechend.
sonst aber - ganz feine liste!
sonst aber - ganz feine liste!
waldar - 30. Dez, 18:10
danke,
das freut. klee mag ich ja auch, das problem ist leider nur, dass ich mir das ganze album einfach noch garnicht angehört habe. da kann ich leider nichts zu sagen. höchstens, dass es 2004 soviel gute musik gab, die auch nicht in dieser liste auftauchte. ansonsten alles sehr ähnlich dem konsens der popmusikmagazin-leserschaft...



























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