q and not u - köln - gebäude 9 - 02.12.2004
man sollte es doch besser wissen. wenn man müde ist, bleibt man zuhause. wenn man einen langen tag hatte, legt man besser die füße hoch. wenn man hunger hat, nimmt man sich lieber die zeit zum essen. so und nicht anders (notiz für später)!
um 21 uhr beschließe ich dann, q and not u doch unbedingt sehen zu wollen. als habe es die letzte stunde nicht gegeben, stecke ich plötzlich in schuhen und jacke, zigarettendrehend richtung u-bahn unterwegs. ich bin müde und döse immer wieder weg. wenn ich aufwache bemerke ich die blicke meines gegenübers, der scheinbar noch nie schlafende menschen gesehen (oder keine andere ablenkung) hat. das tolle ist, dass sich diese blicke mit einem 3-sekündigen augenkontakt sofort zerstreuen lassen.
im gebäude 9 - mittlerweile beinahe zweite heimat - angekommen treffe ich j. sie ist gut gelaunt, obwohl ich ihr meinen eindruck ihrer möglichen genervtheit aufdrängen will. im endeffekt sollte ich mir lieber eingestehen, dass ich selbst der genervte bin. ich frage sie nach ihrem derzeitigen arbeitgeber und wie es denn weitergeht? "weiter geht es immer, für mich vielleicht in hamburg. ich habe da ein angebot." sie ist ganz ruhig, gelassen fast. sagt mir aber, dass momentan eine gewisse null-bock-stimmung auf der arbeit herrscht. "die sitzen alle nur noch rum, keiner hat mehr lust... wenn du wissen willst was gerade bei uns los ist, dann guck am besten in die zeitung, da steht mehr als wir wissen. der gorny steht vor der betriebsversammlung und sagt dann 'da weiß ich auch nichts drüber' und das wars..."
dem kann es auch egal sein, wegen absicherung und aktionär, sage ich und wir reden noch ein wenig über die zur disposition stehenden standorte und warum leben in berlin momentan sowieso das unsinnigste überhaupt ist.
von der vorband 31 knots habe ich grob geschätzt 2 minuten gesehen, bis ich mich gelangweilt habe und wieder raus in die kneipe gegangen bin. musikalisch erinnerten die mich an eine art sonic youth/atdi/liars/indie-rock-mix, aber für mich heute abend kein guter... man sollte nicht so voreingenommen sein, vor allem nicht bei den sätzen weiter oben, schlechten startbedingungen und einer bandkenntnis die wahrscheinlich in einen fingerhut passt. letztendlich lasse ich das so trotzdem stehen.
q and not u räumen erst einmal ihre synthies hinter die bühne und ich liege in gedanken schon vor dem ersten song im bett. später stellt sich heraus, dass die teile nicht mit der anlage wollten, der sound also ein ganz anderer und der ganze abend somit mehr oder minder improvisation war. die jungs haben bestimmt früher knalligen hardcore gespielt, das schimmert immer noch durch. die gitarre ist auf jeden fall zu laut, das schlagzeug scheppert auch zu viel. sänger christopher richards hat eine recht angenehm-normale sprechstimme, die gesangsstimme schlägt mit ihrer piepsigkeit jedoch alles. an den instrumenten betreibt er ständig fliegenden wechsel: mal bass, mal keyboard, dann gitarre, flöte (!), rumbarassel und casio-trash-board. gitarrist harris poltert an den passenden stellen schön laut über die schredder-gitarre, das passt. und auch john am schlagzeug kann trommeln, der hat früher bestimmt seine eltern genervt!
das problem ist nur folgendes: der sound ist so ungewohnt garagig (die fehlenden synthies) und demnach heute nicht mein ding. außerdem ist es langweilig, zuzuhören/zuzusehen, wie nach einer ruhigen nummer etwas schnelles kommt, dann ruhig, flott, ruhig... you get the picture! kein spannungsbogen sowie ansagen wie "this is a dance song" zu einem faktisch nicht existenten tanzsong nerven mich noch weiter. ausnahme ist hier defibnitiv "x-polynation", aber sonst bleibt nichts hängen. ich muss aus dem mittelfeld weg, mehr nach hinten. nach zwei minuten ist es mir hier auch zu eng, 35 minuten gespielt und jetzt schon der erste bühnenabgang. naja, zwei songs als zugabe.
draußen unterhalte ich mich mit m. über die konzerthighlights dieses jahres. ihm fällt spontan nur eines ein (das ich mittlerweile schon wieder vergessen habe). ich bin mir im nachhinein sicher, mindestens drei, vier wirklich gute konzerte mit langzeitgefühl gesehen zu haben [1|2|3|4|5]. ansonsten war 2004 recht unspektakulär. viele große namen, viele gute shows. aber eben wenig hängen geblieben. mal abwarten, wie 2005 wird...

um 21 uhr beschließe ich dann, q and not u doch unbedingt sehen zu wollen. als habe es die letzte stunde nicht gegeben, stecke ich plötzlich in schuhen und jacke, zigarettendrehend richtung u-bahn unterwegs. ich bin müde und döse immer wieder weg. wenn ich aufwache bemerke ich die blicke meines gegenübers, der scheinbar noch nie schlafende menschen gesehen (oder keine andere ablenkung) hat. das tolle ist, dass sich diese blicke mit einem 3-sekündigen augenkontakt sofort zerstreuen lassen.
im gebäude 9 - mittlerweile beinahe zweite heimat - angekommen treffe ich j. sie ist gut gelaunt, obwohl ich ihr meinen eindruck ihrer möglichen genervtheit aufdrängen will. im endeffekt sollte ich mir lieber eingestehen, dass ich selbst der genervte bin. ich frage sie nach ihrem derzeitigen arbeitgeber und wie es denn weitergeht? "weiter geht es immer, für mich vielleicht in hamburg. ich habe da ein angebot." sie ist ganz ruhig, gelassen fast. sagt mir aber, dass momentan eine gewisse null-bock-stimmung auf der arbeit herrscht. "die sitzen alle nur noch rum, keiner hat mehr lust... wenn du wissen willst was gerade bei uns los ist, dann guck am besten in die zeitung, da steht mehr als wir wissen. der gorny steht vor der betriebsversammlung und sagt dann 'da weiß ich auch nichts drüber' und das wars..."
dem kann es auch egal sein, wegen absicherung und aktionär, sage ich und wir reden noch ein wenig über die zur disposition stehenden standorte und warum leben in berlin momentan sowieso das unsinnigste überhaupt ist.
von der vorband 31 knots habe ich grob geschätzt 2 minuten gesehen, bis ich mich gelangweilt habe und wieder raus in die kneipe gegangen bin. musikalisch erinnerten die mich an eine art sonic youth/atdi/liars/indie-rock-mix, aber für mich heute abend kein guter... man sollte nicht so voreingenommen sein, vor allem nicht bei den sätzen weiter oben, schlechten startbedingungen und einer bandkenntnis die wahrscheinlich in einen fingerhut passt. letztendlich lasse ich das so trotzdem stehen.
q and not u räumen erst einmal ihre synthies hinter die bühne und ich liege in gedanken schon vor dem ersten song im bett. später stellt sich heraus, dass die teile nicht mit der anlage wollten, der sound also ein ganz anderer und der ganze abend somit mehr oder minder improvisation war. die jungs haben bestimmt früher knalligen hardcore gespielt, das schimmert immer noch durch. die gitarre ist auf jeden fall zu laut, das schlagzeug scheppert auch zu viel. sänger christopher richards hat eine recht angenehm-normale sprechstimme, die gesangsstimme schlägt mit ihrer piepsigkeit jedoch alles. an den instrumenten betreibt er ständig fliegenden wechsel: mal bass, mal keyboard, dann gitarre, flöte (!), rumbarassel und casio-trash-board. gitarrist harris poltert an den passenden stellen schön laut über die schredder-gitarre, das passt. und auch john am schlagzeug kann trommeln, der hat früher bestimmt seine eltern genervt!
das problem ist nur folgendes: der sound ist so ungewohnt garagig (die fehlenden synthies) und demnach heute nicht mein ding. außerdem ist es langweilig, zuzuhören/zuzusehen, wie nach einer ruhigen nummer etwas schnelles kommt, dann ruhig, flott, ruhig... you get the picture! kein spannungsbogen sowie ansagen wie "this is a dance song" zu einem faktisch nicht existenten tanzsong nerven mich noch weiter. ausnahme ist hier defibnitiv "x-polynation", aber sonst bleibt nichts hängen. ich muss aus dem mittelfeld weg, mehr nach hinten. nach zwei minuten ist es mir hier auch zu eng, 35 minuten gespielt und jetzt schon der erste bühnenabgang. naja, zwei songs als zugabe.
draußen unterhalte ich mich mit m. über die konzerthighlights dieses jahres. ihm fällt spontan nur eines ein (das ich mittlerweile schon wieder vergessen habe). ich bin mir im nachhinein sicher, mindestens drei, vier wirklich gute konzerte mit langzeitgefühl gesehen zu haben [1|2|3|4|5]. ansonsten war 2004 recht unspektakulär. viele große namen, viele gute shows. aber eben wenig hängen geblieben. mal abwarten, wie 2005 wird...

waldar - 3. Dez, 01:16
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