mclusky - the difference between me and you is that i'm not on fire
The Difference between me and you is that I'm sitting in front of a desk while you guys are touring the world! So. Das musste mal gesagt werden! McLusky sind da angekommen, wo viele hin möchten, aber wohl niemals hinkommen werden: Im Indie-Himmel.Naja, nicht ganz. Sie fahren wohl noch nicht alle Benz, die Miete ist aber immerhin bezahlt und man kann leben.
Bestandsaufnahme im Jahr 2 nach "McLusky Do Dallas": Das Trio besteht immer noch aus drei Walisern. Geändert hat sich doch etwas, Drummer Matt Harding verliess die Band während der Aufnahmen zum neuen Album. Ok, machen wir das eben neu! Schnell in der Musikszene von Cardiff die Suche nach einem neuen Schlagzeuger ankündigen und mit Jack Egglestone den richtigen finden. Den neuen Impulsgeber. Gut, Jack ist nicht alleine der Grund dafür, dass "The Difference between me and you is that I'm not on Fire" nicht mehr ganz so klingt wie "Do Dallas".
Man entwickelt sich selbst und seine Musik. Nicht in riesigen Schritten, aber dennoch Stück für Stück. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Ruhiger ist es geworden, schwerer im Zugang. Wurde man bei "Do Dallas" noch von so ziemlich jedem Song erschlagen, so wird man bei "The Difference..." erst einmal zurückzucken.
Aggressivität und Stille, die beiden prägnanten Charakteristika des Albums findet man bestens kombiniert in "Slay", das sich langsam aufbaut und in Stille mündet. 5 Sekunden Stille. Fast eine kleine Ewigkeit; aber nur um sofort darauf mit einer krachigen Lärmwand aus dem Off zurückzukommen.Der Opener des Albums erinnert noch ganz an die "Alten" McLuskys: An dem Stück hat Drummer Matt noch mitgewirkt. "Everywhere I look is a darkness, darkness" lautet die hymnisch-hypnotische Textpassage, die Andy andauernd wiederholt, unterbrochen von einem schrillen "Cookookookookoo". Aber "das hat nichts mit dieser Shit Shit Band zu tun", wie Bassist Jon breit grinsend feststellt.
"Note to self, be errect by half past ten" singen McLusky noch beschwingt, hippiesque in "She will only bring you happiness", 3 1/2 Minuten später will man davon wohl auch nichts mehr wissen und so wird die gerade angestaute Energie in 1 1/2 Minuten während "Kkkitchens, what were you thinking?" runtergeschrammelt.
So stellt sich auch im Großen der Rest des Albums dar. Schnelle, laute Passagen wechseln mit vertrackten, ruhigen Teilen. Der Hörer kommt öfter zur Ruhe, in "Forget about him I'm mint" wird man sogar noch - etwas untypisch - mit wunderbaren Trompetenklängen von 'Shellac's Bob Weston verwöhnt.
McLusky legen auch mit "The Difference..." ein Brett hin, das sich ganz gewiss nicht hinter "Do Dallas" verstecken sollte. Indie-Noise-Rock à la Pixies, Shellac und Co.
Wo wir gerade dabei sind: Produziert wurde das Ding von Steve Albini. Aber ist das jetzt der Kaufgrund? Einer von vielen.
tracklisting:
01 without msg i am nothing [
02 that man will not hang [
03 she will only bring you happiness
04 kkkitchens, what were you thinking?
05 your children are waiting for you to die
06 icarus smicarus
07 slay!
08 you should be ashamed, seamus
09 lucky jim
10 forget about him i'm mint
11 1956 and all that
12 falco vs. the young canoeist
13 support systems
mehr infos:
mclusky
too pure records
boobytrap records
interview mit mclusky
lies den gesammelten wahnsinn auf smash-mag.com
waldar - 24. Mai, 12:48
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