mando diao - köln - underground - 12.03.2004
"Die Menschen in Deutschland sind gar nicht so hässlich wie wir uns das vorgestellt haben. Um ehrlich zu sein sind hier viele schöne, nette Menschen unterwegs." Der O-Ton eines sichtlich angetrunkenen Mats, seit kurzem hauptberuflich an der Orgel bei 'Mando Diao' beschäftigt (er ersetzte kurzfristig Daniel Haglung, der nicht mehr bei 'Mando Diao' spielt). Ob sie diesen Rock'n'Roll-Lifestyle jeden Abend betreiben? "Klar, dafür geht man ja auf Tour!"
Gegen 3 Uhr morgens stellt sich mir die Frage, ob ich bei meiner These bleiben kann, Mando Diao spielten ihre Arroganz nur hoch. Zu diesem Zeitpunkt habe ich eher das Gefühl, dass sie wirklich arrogant sind - allerdings in einer wunderbar sympathischen Art und Weise.
Rückblende. Als wir gegen 21.15 im Underground ankommen ist die Vorgruppe "The Magic Bullet Theory" gerade mit ihren letzten Takten beschäftigt. Es ist auch zu voll um sich dann noch schnell ein Bild von diesen Jungs zu machen, lassen wir also.
Das Underground ist ausverkauft - restlos - und die Raumtemperatur liegt zu diesem Zeitpunkt bei gefühlten 30 Grad, Luftfeuchtigkeit von 40 Prozent.
Das Publikum ist angenehm, wenige junge Leute, alle eher um die 25 bis 30. Lederjacken. Mod-Frisuren. Badges. Kann man alles sehen. Das Konzert verspricht gut zu werden.
Woran erkennt man eine abgeklärte Band? Sie stimmen ihre Instrumente selber? Sie helfen beim Bühnenaufbau? Sie erzichten auf Extrawünsche? Quatsch. Sie lassen machen.
Gegen viertel vor zehn geht es los. Die fünf Schweden betreten die Bühne und starten ihr Set mit "Sweetride". Erstaunlich: Für ihr erstes Konzert gehen die ersten Reihen direkt mit, der Rest wartet erst einmal etwas verhalten, ob sich die Jungs an ihrem eigenem Maßstab, eine der besten Bands der Welt zu sein, wirklich messen lassen können. Bis zu 'Mr. Moon' scheinen sie auch noch nicht wirklich in Fahrt zu sein.

Das darauffolgende "Lady" lässt dem Publikum dann noch eine kurze Verschnaufpause, bis 'Mando Diao' richtig aufdrehen. Im Anschluss daran gab es erstmal einige der Perlen von "Bring 'em in" auf die Ohren: Die erste Single-Auskopplung 'Paralysed' bewegt jetzt auch mehr als 20 Leute, das Publikum kommt mehr und mehr in Fahrt. Kurze Atempause bei "To China with love" um direkt im Anschluss den absoluten Darling des Albums "Sheepdog" zu bringen. 'Yeah, yeah, yeah!' kann man jetzt von vor der Bühne hören. Wer da nicht mitgeht ist irgendwie auf dem falschen Konzert. Der Albumtitel "Bring 'em in" und "The band" schliessen dann erstmal das reguläre Set ab. Als Zugabe wird noch ein neuer Song names "Clean Town" geschmettert, eine durchdringende Rock'n'Roll-Beat Nummer, energiegeladen und mitreissend. Mando Diao sagen von sich selbst, dass sie bis jetzt ca 50 Songs für ein zweites Album geschrieben haben und dass alle Spitze sind. Wenn die alle wie "Clean Town" klingen, dann empfehle ich einen blinden Albumkauf. Prädikat: Besonders wertvoll!
Zum Abschluss wird noch die sexy Blues-Rock-Nummer "Motown Blood" serviert.
"We don't care if you care for the mob
We don't care if you care for the sub
We don't care if you care for the mud
Cause we've got motown blood in our veins"
Und das kann man dann getrost als das Statement des Abends, des Albums und der band ansehen. Irgendwie doch echte Rockstars.
mehr infos:
mando diao
mute records
lies den gesammelten wahnsinn auf smash-mag.com
Gegen 3 Uhr morgens stellt sich mir die Frage, ob ich bei meiner These bleiben kann, Mando Diao spielten ihre Arroganz nur hoch. Zu diesem Zeitpunkt habe ich eher das Gefühl, dass sie wirklich arrogant sind - allerdings in einer wunderbar sympathischen Art und Weise.
Rückblende. Als wir gegen 21.15 im Underground ankommen ist die Vorgruppe "The Magic Bullet Theory" gerade mit ihren letzten Takten beschäftigt. Es ist auch zu voll um sich dann noch schnell ein Bild von diesen Jungs zu machen, lassen wir also.
Das Underground ist ausverkauft - restlos - und die Raumtemperatur liegt zu diesem Zeitpunkt bei gefühlten 30 Grad, Luftfeuchtigkeit von 40 Prozent.
Das Publikum ist angenehm, wenige junge Leute, alle eher um die 25 bis 30. Lederjacken. Mod-Frisuren. Badges. Kann man alles sehen. Das Konzert verspricht gut zu werden.Woran erkennt man eine abgeklärte Band? Sie stimmen ihre Instrumente selber? Sie helfen beim Bühnenaufbau? Sie erzichten auf Extrawünsche? Quatsch. Sie lassen machen.
Gegen viertel vor zehn geht es los. Die fünf Schweden betreten die Bühne und starten ihr Set mit "Sweetride". Erstaunlich: Für ihr erstes Konzert gehen die ersten Reihen direkt mit, der Rest wartet erst einmal etwas verhalten, ob sich die Jungs an ihrem eigenem Maßstab, eine der besten Bands der Welt zu sein, wirklich messen lassen können. Bis zu 'Mr. Moon' scheinen sie auch noch nicht wirklich in Fahrt zu sein. 
Das darauffolgende "Lady" lässt dem Publikum dann noch eine kurze Verschnaufpause, bis 'Mando Diao' richtig aufdrehen. Im Anschluss daran gab es erstmal einige der Perlen von "Bring 'em in" auf die Ohren: Die erste Single-Auskopplung 'Paralysed' bewegt jetzt auch mehr als 20 Leute, das Publikum kommt mehr und mehr in Fahrt. Kurze Atempause bei "To China with love" um direkt im Anschluss den absoluten Darling des Albums "Sheepdog" zu bringen. 'Yeah, yeah, yeah!' kann man jetzt von vor der Bühne hören. Wer da nicht mitgeht ist irgendwie auf dem falschen Konzert. Der Albumtitel "Bring 'em in" und "The band" schliessen dann erstmal das reguläre Set ab. Als Zugabe wird noch ein neuer Song names "Clean Town" geschmettert, eine durchdringende Rock'n'Roll-Beat Nummer, energiegeladen und mitreissend. Mando Diao sagen von sich selbst, dass sie bis jetzt ca 50 Songs für ein zweites Album geschrieben haben und dass alle Spitze sind. Wenn die alle wie "Clean Town" klingen, dann empfehle ich einen blinden Albumkauf. Prädikat: Besonders wertvoll!
Zum Abschluss wird noch die sexy Blues-Rock-Nummer "Motown Blood" serviert.
"We don't care if you care for the mob
We don't care if you care for the sub
We don't care if you care for the mud
Cause we've got motown blood in our veins"
Und das kann man dann getrost als das Statement des Abends, des Albums und der band ansehen. Irgendwie doch echte Rockstars.
mehr infos:
mando diao
mute records
lies den gesammelten wahnsinn auf smash-mag.com
waldar - 13. Mrz, 16:30
4 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
landschaftsgärtner - 15. Mrz, 17:09
wunderbare interview-ecke auf eurer homepage
nur beim tomte interview musste ich mal kurz tief luft holen.
an folgender stelle:
In dem Moment starrt ein nasser Herr durchs Fenster und bittet um Einlass. Es regnet in Strömen und wir lassen ihn herein. Rocco Clein, der sich an diesem Abend um die Musik kümmert, gesellt sich zu uns.
an folgender stelle:
In dem Moment starrt ein nasser Herr durchs Fenster und bittet um Einlass. Es regnet in Strömen und wir lassen ihn herein. Rocco Clein, der sich an diesem Abend um die Musik kümmert, gesellt sich zu uns.



























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