das war mal ein fest!
out hud live. das letzte mal waren sie zusammen mit
radio 4 in deutschland und das ist jetzt schon wieder drei jahre her. gestern abend also im studio 672, zusammen mit vielleicht 40 anderen menschen. gegen viertel vor elf stehen die fünf new yorker auf der bühne und beginnen, das publikum zu frittieren.

zunächst standardisierter indie-zirkel vor der bühne. so lange, bis nic offer den bewegungs-appell an das publikum stellt. von da an brechen auch langsam die dämme seitens des publikums, zu beginn des dritten stücks - "the song so good they named it thrice" - sind alle unten mit out hud. molly schnick sieht genau wie beim interview-termin ziemlich fertig aus, ihre augen haben extrem dicke, dunkle ringe. oder sie hat ein extrem cooles make-up. ich stelle mich versuchsweise etwas weiter vorne neben den verstärker um etwas bass abzubekommen. klappt auch ganz gut, dieser bass ist ja erstens omnipräsent und geht zweitens durch und durch (den magen). da kann man die membran des verstärkers tanzen sehen und hätte ich mehr getrunken, hätte mir durchaus schlecht werden können.

out hud wissen auf jeden fall ihr publikum zu rocken, bauen immer wieder kleine brücken zwischen ihre songs, geben spontane kleine tanzeinlagen zum besten und nic offer ist sowieso der verrückteste clown, den eine gitarre bzw. eine trommel je zu gesicht bekommen haben. naja, justin vandervolgen und sein massiver vollbart stechen da doch auch noch mal eine nuance weit raus. vandervolgen dreht wie verrückt an seinen reglern, drückt knöpfe und verzieht das gesicht zum stotternden synthie.

nach knapp 45 minuten ist die show dann zu ende. zugaben gibt es nicht, obwohl das beim publikum wohl gut angekommen wäre. das sagt zumindest der applaus. möckel und ich sind uns einig, dass man sowas für die nächste eigene party bräuchte und dass man sowieso mehr machen sollte. fraglich nur, wie man das zahlen sollte...