diese ganze
listen-sache geht jetzt noch bis morgen um 24 uhr, dann ist abgabeschluss. und um sie alle ein bißchen zu motivieren kommen hier schon einmal meine plätze 50 bis 31.




n° 50: air - talkie walkie endlich wieder ein air-album, auf das der stempel "air" auch passt. léger, flockig, vertraut. vom stand weg sympathisch, wenn auch bei weitem nicht so prägend wie die "moon safari".
n° 49: xiu xiu - fabulous muscles dieses album klingt wie ein stetiger schmerz, wie das ausbluten eines lebendigen herzens. zutiefst elektronisch und doch organisch durch und durch. und wie in schlechten horrorfilmen bäumen sich auch hier die sterbenden immer wieder auf. nur dass es hier gut gemacht ist.
n° 48: zero 7 - when it falls* genau wie bei air ein album, auf das ich ungeduldig gewartet hatte. und im gegensatz zu oben genannten kommen zero 7 erstaunlich nah an "simple things" heran. at home a warm sound's passing by over our heads.
n° 47: beastie boys - to the five boroughs die waren bei mir immer da und - das wusste ich schon im vorhinein - egal wie das neue album wird, es steht beastie boys drauf und ich werde es lieben. und es wurde wesentlich besser als befürchtet.
n° 46: figurines - shake a mountain* dänemark überrascht in den letzten jahren immer öfter, genau wie in diesem fall. indie à la pavement, built to spill und superchunk mit eigenständiger gesangsstimme. etwas gewöhnungsbedürftig, aber absolut liebenswert!




n° 45: chromeo - she's in control* der illste shit, den kanada in sachen funk je auf die menschheit losgelassen hat. songs zum schreien und tanzen, die so übel retro sind, dass man sie dafür lieben muss!
n° 44: broken spindles - fulfilled / complete* joel peterson - basser bei the faint - auf solopfaden in elektronischen fahrrinnen, verstörende frickeleien mit teilweise üppigen beats. und nebenbei gesagt weiß der mann wie man das 4-saiten-instrument einsetzen muss, um eine durchdringende wirkung beim hörer zu erreichen.
n° 43: tilly and the wall - wild like children indie-pop-perlen bis zum überbrodeln, mit chorgesang überladen, statt einem schlagzeug stellenweise steppschuhtakt als rhythmus-prägendes element. das ganze gratis, weil auf conor oberst's label "team love" kostenlos als download erhältlich. einfach eine absolut runde sache!
n° 42: morrissey - you are the quarry morrissey, der ewige smith(s)! alleine wegen "irish blood, english heart" sollte man sein denkmal noch einmal vergolden. dieser mann war zu wichtig, kann so viele geschichten erzählen, hat eine so durchdringende stimme, weswegen diese platte 2004 wichtig war!
n° 41: the good life - album of the year* tim kasher schreit und ächzt normalerweise bei cursive, zusammen mit seiner backing band und dem "album of the year" ist er intimer und vermutlich (noch) ehrlicher. nicht das album des jahres, aber das album eines jahres. ein konzeptalbum mit blick fürs detail. große geschichten in zwölf monate abgepackt. so traurig will ich nie werden...




n° 40: tiger lou - is my head still on? rasmus kellermann ist ja schon alleine die wucht, was er aber bei dem kleinen konzert im kölner blue shell zusammen mit band abgeliefert hat, das war amtlich und groß. das unterstrich sein album und seine bisherige diskografie und warum er auch im nächsten jahr einer der interessantesten europäischen indie-pop-songwriter sein wird. word!
n° 39: the shins - chutes too narrow eigentlich wird hier geschummelt, denn "chutes too narrow" ging schon 2003 in meiner rotation steil. nachdem das zweite shins-album dann allerdings auch in europa veröffentlicht wurde, gab es auch hier kein halten mehr. da brachen selbst im faz-feullieton alle dämme und das konzert im gebäude 9 setzte dem ganzen die pop-krone auf, die eine band aus dem süden der staaten eben so verdient hat.
n° 38: maritime - glass floor* wieder ganz großes indiepop-kino auf grand hotel van cleef, den ewig umtribiegen label-machern aus hamburg. hieven die neue kreuzung aus the dismemberment plan und the promise ring über den großen teich, so europäisch klangen die usa schon lange nicht mehr. wurde oft so aufgeschrieben, kann man allerdings immer wieder so unterschreiben.
n° 37: now it's overhead - fall back open wieder eine all-star-band aus dem hause saddle-creek, mit üppigen arrangements experimentierend, klangteppiche webend, große gesten, warmer klang. liebenswerter pop, ganz ohne zusammengecastetes "-stars"-anhängsel.
n° 36: the black keys - rubber factory da rumpelt es in der indie-disko. zwei jungs poltern mit schlagzeug und blues-gitarre durch die boxen, klingen kratzig, rau, uralt und sind dabei gerade mal mitte 20. sturm und drang gut verpackt und erfolgreich verkauft!




n° 35: marr - express and take shape* von der hardcore-vergangenheit hört man gerade noch die lust am schrammeln heraus, abseits davon sind marr erstaunlich schnell zu einer kapitalen band gewachsen, die mir auch mal wieder gezeigt haben, wie international eine deutsche band klingen kann, wenn man ihr mehr als drei hördurchgänge die gelegenheit lässt, die eigenen vorurteile einzureissen.
n° 34: sorry about dresden - let it rest die wahl von sowohl band- als auch album-namen würde ich spontan mit einer britischen kapelle assoziieren, wüsste ich nicht, dass sie tatsächlich aus den usa kommen. auch ihr klavier-unterlegter indie klingt eher wie von der insel, denn aus dem mittleren westen. aber alleine wegen einer solchen perle wie "sick and sore" sollte man diese band schätzen lernen.
n° 33: the (international) noise conspiracy - armed love was aus einer zusammenarbeit mit cash-produzent rick rubin entstehen sollte war mir nicht so ganz klar. der deutlich glattere, eingängigere sound war eine überraschung. und zwar nicht unbedingt eine positive, schätze ich lyxsen und kollegen doch gerade wegen ihrer kratzigen "another morning" bzw. den älteren werken. aber auch hier sprudelt der idealismus zusammen mit bluesigem rock'n'roll nur so aus der platte raus. jetzt muss man denen nur noch erklären, dass man auf hosen-konzerten keine weltrevolution starten wird (und kann).
n° 32: beep beep - business casual* yeah. schlag mir auf die nase, lass mich wieder aufstehen und ich küsse dir trotzdem die füsse, du tier! beep beep knallen eksatische emotionen auf den hörer nieder und wenn man will kann man darauf teilweise sogar sehr gut tanzen!
n° 31: phoenix - alphabetical das mit abstand schönste pop-album frankreichs (sieht man von den cover-songs von nouvelle vague ab). flockige, poppige, warme häppchen die im kopf bleiben und mädels zum schmelzen bringen. diesen jungen übrigens auch.
>> 2004: 30-11
>> 2004: 11-01