mando diao - hurricane bar [capitol music]
Und jetzt mal wieder die volle Portion ROCK, Fucker! Anfang des Jahres 2004 fiel eine wilde Horde namens Mando Diao in Deutschland ein und alle Rock'nRoller fingen panisch an, in ihren Plattenkisten zu wühlen und hysterisch mit ihren Vinyls zu wedeln. Mit Totschlagargumenten à la "Gab's doch schon alles!", "alter Hut", "die klauen ja bei allem" wurde sich dann in allen dunklen Gassen gegen das Album "Bring 'em in" gewehrt. Die Kinks, Stones und The Who würden in sich in ihren Erfolgsgräbern umdrehen. Und trotz all des Hypes dank Vodafone und Sony, der unbeschreiblichen Arroganz der Band selbst und der gesammelten Ablehnung der Indie-Avantgarde musste man sich "Bring 'em In" und den darauf vorhandenen herausstechenden Hits beugen. Und sich dann letztendlich doch eingestehen, dass die Schweden doch ein heißes Eisen aus der Glut genommen hatten. Naja, heiß kann man ihr Debut in dem Sinn nicht nennen, da die Nordlichter und Japan schon seit zwei Jahren ihre Indie-Clubs mit dem Ding beheizten.
Eine hohe Latte, die man sich da selbst gelegt hat.
Ein frischer Wind bläst einem um die Ohren, wenn man das neue Album "Hurricane Bar" zum ersten Mal einlegt. Das erinnert so ganz und gar nicht mehr an die wilde Sturm und Drang-Phase des Debuts. Denn hier wird weniger mit der Kraft eines Wirbelsturms der nach zwei Songs wieder abflaut durch die Platte gejagt, sondern - im Vergleich zu "Bring 'em in" - der Blues'n'Roll wesentlich gleichmässiger verteilt. Die Songs wirken insgesamt homogener, ausgefeilter und stärker strukturiert. Und denoch verliert "Hurricane Bar" über die Tresenlänge von 14 Songs kaum an Kraft und Stücke wie "God knows" ("I'm on a mission and I'm getting blown away"), "Down in the Past" ("And it's true that I'm in for a punch and a blast"), "If I leave you" oder "White Wall" reissen einem da schon mal kraftvoll die Beine unter dem Po weg.
Auch die ruhigeren Stücke machen hier einen besseren Eindruck: Zwar fehlt "Hurricane Bar" wegen der diesmal größeren Zahl an Balladen und Beatles-Anleihen zeitweise das gewohnt hohe Tempo, aber die Extra-Stunde im Proberaum hat dem Klang allgemein nur gut getan. Die Klangdichte wirkt auf einmal doppelt so groß, da helfen auch der zuweilen schnulzig klingende Backing-Chor-Gesang."Hurricane Bar" macht einige Blocks entfernt vom ersten Album weiter, mit einer deutlich gewachsenen Band. Das dieses Album allerdings zwei (nicht unbedeutende) Wermutstropfen hat, soll hier nicht unerwähnt bleiben: Bisher ist "Hurricane Bar" nur als Schweden- bzw. Japan-Import erhältlich, da der Deutschland-Release erst für das kommende Jahr angepeilt ist. Und sollte man dann doch nicht so lange warten wollen, wird man mit einer überflüssigen Copy Protection konfrontiert, die zwar auf dem PC sofort nachgibt (und das mit ganz legalen Mitteln), aber den 2000-Euro-DVD-Player im Wohnzimmer zum Einknicken bringt. Sollte Musik nicht Spaß machen? Abgesehen vom Format tut sie das!
tracklisting:
01. Cut the rope
02. God knows
03. Clean town
04. Down in the past
05. You can't steal my love
06. Added family
07. Annie's angle
08. If I leave you
09. Ringing bells
10. This dream is over
11. White wall
12. All my senses
13. Kingdom & glory
14. Next to be lowered
15. Your lover's nerve *
16. Jeanette *
17. Cleantown [video] *
* Japan-Import
mehr infos:
>> mando diao
>> mando diao [japan fan-site]
>> capitol music
>> erlebnisbericht: mando diao @ underground / köln
>> fotogallerie: mando diao @ rheinkultur 2004
waldar - 19. Okt, 17:04
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"Taxi Cab Driver" schlägt die Brücke von einem Country-Song, zum Folk, bekommt kurz die Kurve und lässt dann doch wieder an siffige Bars und Cowboyhüte denken. Bei "Glitter Angel" muss man kurz Richtung Mitte 80er denken, weil das von einem Synthie untermalte Gitarrensolo so verdammt stark an 
























